SCSI: DAS I/O-INTERFACE für SERVER und WORKSTATIONS 
 

Kürzlich erhob die neueste EIDE-Generation Ultra DMA den Anspruch, mit SCSI in High-Performance Workstation-Umgebungen zu konkurrieren. 
Wie auch immer, bei datenintensiven Aufgaben wie CAD/CAM, Desktop Publishing oder bei der Generierung digitaler Medien benötigen Kunden nach wie vor die Leistungsstärke von SCSI.

Aber wie kann man das nachweisen?

Es wird behauptet, daß sich die maximale Burst Transferrate der Ultra DMA Festplatten von 16,7 auf 33 MByte/sec erhöht hat. Doch empirische Untersuchungen ergeben ein etwas anderes Bild. Unter Windows NT Workstation 4.011 ist die beste Ultra DMA Festplatte nur 2,7 Prozent schneller als die ATA DMA Mode 2 Festplatten der Vorgängergeneration.

Dagegen ergeben ähnliche Benchmark-Tests mit Ultra SCSI Festplatten deutliche Performancevorteile gegenüber Ultra DMA. Warum also bringt die Verdopplung der Transferrate von ATA DMA nur einen so begrenzten Zuwachs an Gesamtperformance?

ATA´s "EINSPURIGE AUTOBAHN"

Ein Grund dafür ist, daß ATA ein Single-threaded I/OInterface bleibt. Es kann immer nur einen 1/0-Request ausführen, was unvermeidlich den gesamten Datendurchsatz beschränkt. Wegen dieser ,,einspurigen" Natur des Interfaces unterstützt Ultra DMA keine Overlapped Seeks, kein Bus Bandwith Sharing und auch kein Command Queuing.

EIDE-LAUFWERKE SENKEN DEN DURCHSATZ!

Außerdem bilden EIDE-Laufwerke selbst einen Flaschenhals und erlauben ATA nicht, mit seiner theoretischen Übertragungsrate zu arbeiten. Somit ergeben sich die PerformanceVerbesserungen nicht aus den Erweiterungen des Interfaces, sondern aus der Erhöhung der Transferrate bei den Laufwerken selbst.

DAS INTELLIGENTE INTERFACE VON SCSI IST EINZIGARTIG 

Anders als bei ATA handelt es sich bei SCSI um ein intelligentes Interface. 
Der SCSI-Bus, gesteuert vom SCSIHostadapter, bleibt frei, bis ein Gerät Informationen, Kommandos, Daten oder Statusinformationen an den Bus zu senden hat. Geräte mit unerledigten Anforderungen koppeln sich vom SCSI-Bus ab, bis die zu sendenden Informationen bereitstehen. Diese Technologie erlaubt es mehreren Geräten, Anforderungen gleichzeitig zu verarbeiten, eine effektive Möglichkeit, die Wartezeiten zu überbrücken, die ein mechanisches Laufwerk benötigt, um Daten zu lokalisieren. Darüber hinaus ist es auch eine effektive Methode, die Bandbreite des Busses unter allen angeschlossenen Laufwerken aufzuteilen. Aber SCSI´s Multithreading bringt nicht nur Vorteile in Umgebungen mit mehreren Peripheriegeräten, sondern erlaubt auch die gleichzeitige, automatische Verarbeitung von Anforderungen von einem einzigen Gerät. Dieses Queuing von Kommandos erlaubt es Laufwerken, die Reihenfolge der Anforderungen zu verändern, um die erforderliche Gesamtzeit zu ihrer Verarbeitung zu minimieren. Command Queuing kann deshalb schon in einer Arbeitsstation mit nur einem einzigen Festplattenlaufwerk von großem Nutzen sein.

SCSI LAUFWERKE: DIE BESTEN IHRER KLASSE 

Die besten 10.000 RPM SCSI-Laufwerke sind deutlich schneller als Ultra DMA Festplatten, da die SCSI Harddisks die Daten schneller von der Platte über den Bus übertragen können. Dennoch kann EIDE eine ausreichende Funktionalität und Performance für der I/O-Anforderungen weniger anspruchsvoller PC Anwender bieten. SCSI wurde für Leistungsanforderungen von Arbeitsstationen, Fileservern und anspruchsvollen Applikationen entwickelt. Nun verdoppelt Ultra2 SCSI die Burstrate von Ultra SCSI auf 80 MByte/sec und vervierfacht die maximale Kabellänge auf 12 m.